Dabei sein - dazu gehören

Die Schüler sollten aus ihrer Sicht Themen rund um den Projektitel "Dazugehören - dabei sein" zusammentragen, daraus kurze Filmideen entwickeln und diese selbstständig umsetzen.

 

Projektleitung: Adrian Wegerer

Technische Voraussetzungen:
Filkameras mit Tonangel, Premiere Elements, Computer mit Internet, Beamer
Fachliche Voraussetzungen:

KnowHow Filmarbeit und Filmschnitt, pädagogisches KnowHow

Projektverlauf/Arbeitsschritte:

Ausgeschrieben wurde das Projekt in der Schule so: 

Dazugehören und dabei sein – schön, wenn es so ist.
Ausgeschlossen und einsam sein – schade, wenn es so ist.
Gemeinsam wollen wir kurze Filme drehen, in denen es um‘s Dabeisein geht:

Wie sieht dabei „Dabeisein“ aus?  Wie fühlt es sich an?
Wie gehört man dazu? Wie fühlt es sich an, wenn man nicht dazu gehört?
Was können wir tun, wenn jemand nicht dazu gehört?

Und muss man eigentlich immer dazu gehören?  Ist es manchmal auch gut, wenn man sich entscheidet, nicht dabei zu sein?

Aus diesen und anderen Fragen, die euch zum Thema „Dazugehören und dabei sein“ einfallen, wollen wir ganz kurze Filmchen drehen. Die dürfen traurig sein, die dürfen witzig sein, die dürfen so sein, wie ihr sie haben wollt. Und vor allem dürfen sie alle ganz verschieden sein.
In kleinen Teams unterstützt ihr euch gegenseitig bei euren Filmideen, die ihr dann textet, filmt, vertont etc..  Ob ihr selbst mitspielt, ob Gegenstände oder Schrift auftauchen oder ob es Bilder sind, zu denen ihr einen Text sprecht, ist dabei euch selbst überlassen.  


Am ersten Tag geht es wie immer los mit einer kleinen Kennenlernrunde und einer Abfrage der Erwartungen an die Kurswoche. Hierzu habe ich Moderationskärtchen in vier versch. Farben ausgeteilt. Die Schüler sollten ihre Erwartungen 1. an die Filme, 2. an die Gruppe, 3. an uns Referenten und 4. ihre sonstigen Erwartungen auf die versch. Kärtchen schreiben und passend auf den Boden legen (siehe Foto). Im Plenum gehen wir die verschiedene Erwartungen durch und besprechen, was realistisch ist und wer sich für was bemühen kann.
Zur Abfrage des Vorwissens im Bereich Film habe ich Symbole auf Kärtchen gedruckt (Uhr, Kamera, Mikrofon, Zeigefinger, Notenzeichen, Schere, Menschen die sich absprechen, Theatermasken),  an denen sich die Schüler orientieren können (einzelne Schüler waren schonmal in einem Projekt bei mir).
Zum Einstieg ins Thema habe ich verschiedene Fragen vorbereitet, die sich die Schüler durchlesen sollen und sich eine heraussuchen, die sie beantworten möchten. Nebenher beginne ich eine Stichwortsammlung an der Tafel, die und später bei der Themenfindung helfen kann.
Die Schüler haben Schwierigkeiten, die Fragen zu beantworten (anbei). In einem nächsten Schritt dürfen sie Situationen aus ihrem Leben oder aus ihrem Umfeld erzählen, in denen jemand dabei, nicht dabei, ausgeschlossen oder fremd war. Das funktioniert sehr viel besser, die Stichwortsammlung füllt sich. 
Es entsteht eine rege Diskussion, die die Grundlage für die späteren Filmideen bildet.
Jeder Schüler darf daraufhin eine Idee ausformulieren und der Gruppe präsentieren.
Wir können uns auf drei Ideen einigen, die zum Abschluss des Tages in drei Gruppen (jeweils mit Referent) ausformuliert werden.
 
Zu Beginn des zweiten Tags stellen wir uns gegenseitig die ausformulierten Geschichten vor.
Um eine Geschichte vernünftig erzählen zu können, braucht man versch. Kameraeinstellungen.
Dieses Stichwort erhalten die Schüler und sollen sich darauf eigenständig im Internet informieren, welche Einstellungsgrößen es gibt und für was man sie jeweils verwendet. Das klappt ganz hervorragend! Die Schüler beweisen Internetkompetenz, schauen versch. Videos und ergänzen die Informationen durch Wikipedia und blogs. Im Plenum tragen wir die untersch. Einstellung und die jeweil. Funktion zusammen.
 
In zwei Gruppen lernen die Schüler die Kamera kennen und dürfen sich anschließend an einer kurzen Filmszene ausprobieren. Schwerpunkt liegt auf der Frage, durch welche Einstellungen man die Szene gut abbilden kann. Die Schüler wechseln sich an der Kamera ab.
Hinterher schauen wir als Abschluss des Tages gemeinsam die entstandenen Aufnahmen an und versuchen, sie zu bewerten. Es sind bereits einige spannende Einstellungen dabei, die wir uns merken wollen.
 
Die Dreharbeiten für die drei Filme teilen wir auf zwei Tage auf. Der letzte Tag soll für Anmoderation und evtl. Schnitt frei bleiben.
Die Aufnahmen für den Film mit den Zigaretten und den mit den Vorurteilen schaffen wir am dritten Tag, für den Fußballfilm benötigen wir den gesamten vierten Tag.
Am letzten Tag schauen wir uns die Ergebnisse an, verfassen und filmen die Anmoderation.
 
Lernziele/Projektziele:
Anschlusskommunikation, Mediengestaltung, Medienethik
Benötigte Ausstattung und Material:
Computerraum, großer und kleiner Gruppenraum Moderationskärtchen, Whiteboard