34. Forum Kommunikationskultur der GMK 2017

17.07.2017
17. bis 19. November 2017 in Frankfurt - Futurelab Medienpädagogik: Qualität – Standards – Profession

Ob Kinderzimmer, Jugendkultur, öffentlicher Raum oder Familienalltag, ob Kita, Schule, Ausbildung oder Hochschule: Digitalisierung findet überall statt und verändert unser Leben. Medienbildung ist intensiv gefordert, um die vielfältigen Herausforderungen anzugehen und zu nutzen. Deshalb ist es wichtig, die Qualität der professionellen Medienpädagogik vor dem Hintergrund der digitalisierten Gesellschaft zu diskutieren, zu bearbeiten und voranzubringen. Die gesellschaftlichen Veränderungen der Digitalisierung betreffen dabei die medienpädagogische Praxis sowie die Medienpädagogik als Wissenschaft. Die neuen Gestaltungsräume muss die Medienpädagogik für sich und ihre Berufsfelder nutzen und Fragen der eigenen Verortung sowie Qualitäts-, Standards- und Professionalisierungs-diskurse aufgreifen, um sie so in Politik und Gesellschaft zu bringen.

Zentrales Ziel der Medienpädagogik ist, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der aktiven Teilhabe an digital durchwirkter Demokratie, Bildung und Öffentlichkeit zu fördern. Die pädagogische Vermittlung von Kreativität und Kritikfähigkeit ist dabei unerlässlich.

Im Mittelpunkt des 34. Forums Kommunikationskultur der GMK steht die Professionalisierung und Qualität medienpädagogischen Handelns. Mit Impulsen und Workshops aus Wissenschaft und Praxis sowie Diskussionsrunden geht das GMK-Forum diesen Fragen nach:

  • Welche Medienbildung und Medienpädagogik ist aktuell und perspektivisch in Kita, Schule, Weiterbildung und Hochschule sowie in außerschulischen Kontexten notwendig?
  • Wie verhält sich Medienpädagogik dabei zum Konzept der digitalen Bildung sowie der informatorischen Grundbildung?
  • Wie können ethische, kulturelle und politische Medienbildung verankert und verstetigt werden?
  • Wie kann der breite Fundus kreativer und kritikfördernder Medienpädagogik besser in Bildungskontexten verbreitet und umgesetzt werden?
  • Wie kann qualitätsvolle, professionelle Medienpädagogik entlang der gesamten Bildungskette kurz- und langfristig implementiert werden?

Mit Impulsen unter anderem von Prof. Dr. Renee Hobbs, Professorin für Communication Studies an University of Rhode Island (USA), und Prof. Dr. Horst Niesyto, PH Ludwigsburg.

Die Workshops widmen sich schulischen und außerschulischen Bildungskontexten, unter anderem:

  • Gemeinsam oder einsam? – Zum Stand der Arbeit an einem Informatik und Medienbildung inkludierenden Konzept
  • Medienbildung goes Lehrerbildung – Lehrerbildung als zentrale Stellschraube bei der Etablierung der Medienbildung in der Schule
  • Was ist drin, wenn Medienpädagogik draufsteht? Medienpädagogische Standards im Fokus qualitativer Forschung
  • Medienbildung am Puls der Zeit – Spracherwerb und Sprachförderung mit digitaler Unterstützung
  • Medienbildung mitdenken – Frühpädagogische Konzepte auf dem Prüfstand
  • Medienpädagogische Praxis auf dem Prüfstand: Eine offene Debatte über Pro und Contra geschlechtssensibler Angebote
  • Was macht die Schule aus der außerschulischen Medienpädagogik? Das professionelle Selbstverständnis in der Zusammenarbeit mit Schule
  • Schülerrechte im „digitalen Klassenzimmer“ – Verzahnung von Medienkompetenz und Medienrecht anhand konkreter Fallbeispiele
  • Moral- und Wertvorstellungen im medienpädagogischen Selbstverständnis
  • Mediale Teilhabe – Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen
  • Visuelle Medienbildung statt Filmbildung (in schulischer und außerschulischer Bildung)!?
  • Mehr als Jugendschutz: Medienpädagogik im Wirtschaftsunternehmen am Beispiel E-Sports

Im Rahmen des GMK-Forums wird am Freitag, 17. November 2017, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Dieter Baacke Preis verliehen, die bundesweite Auszeichnung für medienpädagogische Projekte. (Einreichungen bis 31. Juli 2017 möglich unter www.dieter-baacke-preis.de.)

Programm und Anmeldung ab September 2017.

www.gmk-net.de/index.php?id=390