Filmpädagogischer Fachtag

Im Rahmen der DOKU LOUNGE in Stuttgart

Erstmalig gab es in der Doku Lounge unter dem Motto „Voll die Realität“ am 29. Juni einen Filmpädagogischen Fachtag für Lehrkräfte, Schüler und weitere Interessierte. Die Ausdruckskraft des Dokumentarfilms kann im Kino erlebt und der Blick für seine Qualitäten geschärft werden. Mit Fachvorträgen und kurzen Praxisberichten wird aufgezeigt, wie dieses Potenzial für den Unterricht eingesetzt werden kann.

Auch 2019 wird es wieder einen Filmpädagogischen Fachtag geben. Daher gleich den Termin vormerken: Freitag 28.06.2019 (https://www.swr.de/fachtag)

Rückblick Fachtag 2018:

Mit dem Anliegen, Dokumentarfilme in die Schulen zu bringen und unter dem Motto „Voll die Realität“, hatten die LFK Landesanstalt für Kommunikation, die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Südwestrundfunk Lehrer und Schüler eingeladen.

Im Rahmen der selbst noch jungen „Doku Lounge“ fand beim diesjährigen SWR Doku-Festivals erstmals ein „Filmpädagogischer Fachtag“ statt. Mit Fachvorträgen und kurzen Praxisberichten wurde aufgezeigt, wie das Potenzial von Dokumentarfilmen für den Unterricht eingesetzt werden kann. Zu der Veranstaltung im Stuttgarter Metropol Kino hatten die MFG Baden-Württemberg und die LFK Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, zwei langjährige Partner im Bereich Medienpädagogik, zusammen mit dem SWR baden-württembergische Lehrkräfte und Schüler eingeladen.

Zum Einstieg wurde zwei 10. Klassen aus Stuttgart und den teilnehmenden Lehrkräften die Kurzversion des Dokumentarfilms „Democracy“ von David Bernet präsentiert, der 2017 den Deutschen Dokumentarfilmpreis gewonnen hatte. In der anschließenden Diskussion zu dem von der MFG geförderten Produktion der Stuttgarter Indi Film stellten sich Produzent Arek Gielnik und die  Arte-Programmbeauftragte Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri den Fragen des Publikums. Dieses Filmgespräch war nicht nur für die Schülerinnen und Schüler sehr informativ und konnte sie offenbar für das Genre begeistern, es verdeutlichte auch den Lehrerinnen und Lehrern, welches Potential Dokumentarfilme im schulischen Kontext haben können.

Am Nachmittag standen diverse hochkarätig besetzte Vorträge auf der Agenda, die durch abwechslungsreiche Praxisbeispiele ergänzt wurden. Der renommierte Dokumentarfilmer und Filmprofessor an der Filmakademie Ludwigsburg Hans Beller konnte mit dem Vortrag zu „Schuss/Einstellung – Wirklichkeit und Wirkung dokumentarischer Bilder“ das Publikum in seinen Bann ziehen. Daran schloss Marcus Vetter, Dokumentarfilmer und mehrfache Grimme-Preisträger aus

Stuttgart, an. Extra nach Stuttgart angereist war auch der funk-Moderator Philipp Walulis, um mit „Was macht YouTuber so erfolgreich? Die Inszenierung von Authentizität“ den Lehrkräften die bevorzugte Plattform ihrer Schülerinnen und Schüler näherzubringen.

Zum Gelingen des Filmpädagogischen Fachtags haben neben der LFK, dem SWR und der MFG maßgeblich auch die Kooperationspartner der Veranstaltung, das Evangelische Medienhaus, das Landesmedientrum Baden-Württemberg, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, das Haus des Dokumentarfilms sowie das Stadtmedienzentrum Stuttgart beigetragen.