Jugendliche testen Spiele-Apps

Angehende Spieleentwickler haben überlegt, wie man Kunstwerke und Ausstellungen mit Spiele-Apps erschließen kann. Als Ergebnis entstanden 11 verschiedene Mobile Games, die nun von Jugendlichen in der Stuttgarter Computerspielschule getestet wurden. Nebenbei kam eine Dreizehnjährige ihrem Traum ein wenig näher: ein eigenes Computerspiel zu programmieren.

Die dreizehnjährige Jasmin kommt jede Woche in die Stuttgarter Computerspielschule. Zuhause hat sie keine Möglichkeit zu spielen und wenn sie spielt, dann lieber zusammen mit Freunden als alleine. Hier in der Computerspielschule spielt sie am liebsten Pokémon. Doch diesen Freitag bekommt sie eine spezielle Aufgabe: Spiele-Apps in der Betaphase zu testen.

Grund für das ganz besondere Spieleerlebnis ist die Zusammenarbeit der Computerspielschule Stuttgart mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg kurz MFG. Beim von der MFG organisierten „Code for Culture Game Jam“ entwickelten im Juni 2017 mehrere Studenten in schlaflosen Programmiersessions eigene Spieleideen, die seit dem gereift sind. Ihre Aufgabe bestand darin, mit den Datensets von 13 namhafte Kultureinrichtungen – vom ZKM Karlsruhe über das Stuttgarter Kunstmuseum bis zu den beiden Landesmuseen – eine Spiele-App zu programmieren. Als Ergebnis entstanden mobile Apps mit denen die Museumbesucher spielerisch an die Ausstellungs-Exponate herangeführt werden.

Hier ein paar Beispiele

Ende November kürt eine Fachjury die besten Spiele in den Kategorien Best Serious Game, Best Mobile Game und Best Design. Hier werden auch die in der Computerspielschule getesteten Apps am Start sein. Die „Code for Culture“-Preisverleihung ist Teil der OPEN! – Konferenz für digitale Innovation am 6. Dezember 2017. Hier haben die drei Gewinnerteams Gelegenheit, ihre Spiele öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Alle Spiele werden auch Ende November auf der www.codeforculture.de Seite für herunterladbar sein.

Die ComputerSpielSchule Stuttgart ist ein Projekt der LFK das vom SMZ in den Räumlichkeiten des Stadtmedienzentrums Stuttgart (Rotenbergstraße 111) umgesetzt wird und jeden Freitagnachmittag von 14 bis 18 Uhr für alle Interessierten offen steht. Ziel des Angebots ist es, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern sowie von Lehrkräften und weiterem pädagogischen Fachpersonal zu fördern. Gleichzeitig sollen Vorurteile gegenüber digitalen Spielen abgebaut werden, indem kreative und vor allem eigenverantwortliche Handlungsstrategien bei der Nutzung von Online-, Computer- und Konsolenspielen aufgezeigt werden.